Hochwasser

Die letzte Woche war so furchtbar. Seit Donnerstag hing ich mehr oder weniger permanent vor diversen Livestreams, habe die kontaktiert, die meiner Meinung nach betroffen sein konnten (Geografie ist nicht mein Ding) und konnte die Zerstörung und das Leid der Menschen in NRW und Rheinland-Pfalz gar nicht begreifen. Es war Donnerstag und Freitag so surreal.
Und dann kommt es. Es ist eine tiefe bedrückende Traurigkeit. Innerhalb weniger Minuten und Stunden haben tausende Menschen alles verloren. Ihr Erspartes, ihre Kleidung, ihr Zuhause und… ihr Leben. Bislang gibt es 165 Menschen, die Opfer der Flut geworden sind.

Und als die Menschen in Ahrweiler, Euskirchen und den vielen anderen Kreisen und Gemeinden am Boden lagen, trat das Wetter noch nach. In Bayern, Sachsen und in unseren Nachbarländern. Vieles davon habe ich gar nicht mitbekommen. Bereits Samstag fingen die Menschen an, aufzuräumen, unterstützt von vielen Helfern, THW, Feuerwehr und auch die Bundeswehr ist vor Ort. Die Bürger aus den nicht betroffenen Gebieten spenden. Sachmittel und Geld. Diese  Solidarität und auch die Zuversicht ist so schön. Ich meine, was soll man auch anderes machen, als nach vorn zu sehen und anfangen alles wieder aufzubauen?

Ich hoffe, dass es bei der Anzahl der Todesopfer bleibt und diese nicht noch wächst, ich wünschte, dass die Menschen so schnell es geht wieder ein Dach über den Kopf haben und natürlich auch ihr eigenes. Es macht so sprachlos…

Was ich über mich und das bloggen gelernt habe

Der Titel sagt ja schon alles. Klingt wie die Erkenntnis nach 100 Jahren als A-Blogger. A-Blogger, wenn man sich schon mit der Vergangenheit beschäftigt… 😉

Mir ist da letztens etwas aufgefallen. Eigentlich weiß ich es schon länger, aber da ich hier ehrlich und offen bin, gestehe ich es mir endgültig und in Schriftform ein: Ich hasse es, Rezensionen zu verfassen. Reviews, Besprechungen, Kritiken ich kann sie nicht schreiben, ohne mich zu langweilen. Ich komme immer zu dem Punkt, an dem ich denke, warum soll ich das schreiben? Klar, wenn ich für ein Magazine etc. tätig wäre, ist es etwas anderes. Aber in meinen kleinen, privaten Reich des Wahnsinns? Warum will ich das denn überhaupt?

Konkret geht es um den Film The Tomorrow War. Ich wollte dazu etwas schreiben. Hatte ich sogar schon. Eigentlich finde ich es schön, wenn man nach Jahren durch die Monatsansicht seines Blogs geht und feststellt, was man alles gesehen, gelesen oder gehört hat… und was man darüber dachte. Ich suchte nach einen Trailer, den ich in den Artikel verlinken hätte können, und stoße auf ein Review von David Hain. Alles was er sagt, würde ich so schreiben. Nur schlechter. Und weniger unterhaltsam. Und bumms, dann noch Robert Hofmann. Sehr informativ. Naja und dann Wolfgang M. Schmitt, der einen Cheeseburger als gehobene Küche anpreisen würde, wenn es ins Weltbild passt. Dann habe ich gedacht, darüber wurde doch alles gesagt und es reicht eigentlich auch. In diesem Fall. Wie gesagt, ich fand The Tomorrow War nur ok, jedes weitere Wort von mir wäre unnütz.

Ich werde keine richtigen Kritiken mehr schreiben. Keine Hintergründe zusammensuchen, keine Inhaltsangaben und Charakteranalysen, nichts über Cast & Crew. Denn selbst bei Filmen, die ich wirklich gut finde, reizt es mich nicht. Es macht mir auch keinen Spaß bei Filmen, die nur ok sind. Allerdings gehe ich vielleicht mal auf die eine Geschichte ein, vielleicht auch nur ein kurzes Statement. Das ist ja im Blog möglich. Und wenn ich dann wieder dabei bin, eine eine große Rezension zu schreiben, kann ich mich hoffentlich an diesen Post erinnern. LASS ES! Werde ich dann lesen und vielleicht denken, dass ich früher schon mal schlauer war.

 

Um bloggens willen!

Schluss, aus, von vorne! Ich fange jetzt noch einmal an. Mit diesem Blog. Mit bloggen an sich und einem sauberen Schnitt.

Ein sauberer Schnitt…
Ich habe lange unter GelbeZeiten gebloggt aber dies soll nicht einfach GelbeZeichen 2.0 sein. Nicht weil ich hier über ganz andere Themen schreiben will oder weil ich hier einen ganz neuen krassen Stil an den Tag lege. Ich habe mich selber von dem Blog und wofür er steht zu weit entfernt. Ich bin kein Rollenspieler mehr. Als ich mit dem GelbeZeichen angefangen habe, war ich einer, zum Schluss nur noch Beobachter. Bereits 2018 setzte eine Müdigkeit ein. Und selbst vorher reichte es meist nur noch für einen Blogwatch, einer wöchentlichen Zusammenfassung interessanter Artikel.

Was war geschehen? Irgendwann 2017, dass weiß ich heute, begann das Ende vom Anfang meiner aktiven Rollenspielkariere. Termine wurden immer öfter verschoben und schließlich ganz abgesagt. Die Leute waren noch hoch motiviert aber unzufrieden mit der Leitung und den Ablauf der Abende. Natürlich sprachen wir das an, aber es änderte sich nichts. Die Spieler verloren den Spaß und schlussendlich wurden die Abenteuer lieblos vorbereitet. Meine eigene Gruppe verlief auch im Sande. Ich kann Zeitmangel, Familie oder andere Gründe vorschieben, letztendlich war es Interessenlosigkeit. Im Frühjahr 2018 machte ich im Blog die erste Pause. Ich wusste echt nicht, ob ich weitermachen wollte oder nicht.

Ich habe mal geschrieben, dass ich für mich blogge. Also nicht damit andere etwas zum Lesen haben. Im Laufe der Zeit können sich viele Meinungen ändern, zu der Aussage stehe ich allerdings nach wie vor. Wie so oft sollte man den Hintergrund kennen, sonst kommt die Aussage falsch rüber. Wenn ich mich an Dinge erinnern will, muss ich sie aufschreiben, es hilft mir, Gedanken auszuarbeiten, wenn ich mir Notizen mache und manchmal werden mir Sachen klarer oder ich finde selber Antworten auf Fragen beim Tippen von Texten. Das meine ich damit, wenn ich sage, dass ich für mich blogge. Oder einfacher gesagt: Ich mache es aus rein persönlichem Antrieb und mir es nützlich ist.
Nach einem halben Jahr Pause hatte ich wieder Lust aufs Schreiben. Nur machte ich mir kaum noch Gedanken über Pen&Paper oder hatte Fragen diesbezüglich. Ich befasste mich privat ja kaum noch mit dem Thema. Abgesehen davon ist Rollenspiel nichts, was sich ständig neu erfindet. Schreibt man längere Zeit darüber, kennt man viele Aspekte. Ich wollte immer Spielhilfen anbieten, habe ich aber nur eher selten gemacht und Produkt- und Buchreviews war nie meins. Mit wenig Enthusiasmus macht der zehnte Artikel über Würfelpech oder Sandbox vs Railroading auch keinen Spaß. Es ist alles zig mal geschrieben, vielleicht nur nicht von mir. Und das ist kein gebashe auf die, die eben darüber schreiben. Im Gegenteil, denn gerade wenn man zu seinen eigenen Schlüssen kommen will, verstehe ich aus vorher genannten Gründen, dass man dazu etwas schreibt. Nur für mich war der Drops gelutscht. Bis Anfang 2020 bzw. eigentlich bis September 2019 hielt ich den Laden irgendwie am Laufen. Im Januar ’20 sagte ich dann Goodbye. Auf GelbeZeichen. Und machte dann kurz darauf einen technischen Fehler.

Alter Blog mit neuer Domain?
In den eineinhalb Jahren hat sich die Rollenspielcommunity extrem verändert. Nicht thematisch oder qualitativ, dazu kann ich nichts sagen, aber beim Durchblättern alter Bookmarks fiel es schon stark auf, dass eine ordentliche Anzahl von Blogs verschwunden ist. Ein Blog ist eine Sammlung von Artikeln und somit von Wissen, wie Foren oder Google+… Und wenn er verschwindet reißt er Lücken. Ist mir die Jahre davor auch aufgefallen, nur war es dann immer mal ein Blog. Ich hab es nie so bemerkt, wie nach den 18 Monaten zwischen dem letzten Post auf GelbeZeichen und diesem hier.
Ich wollte schon damals nie ein Schwarzes Loch hinterlassen. Wer weiß, wem einer meiner Artikel nutzt. Und so sollte es wie es aktuell ist, schon damals sein. GelbeZeichen als Blog auf einer WordPress Multisite und alle Links im Web verweisen auf die entsprechenden neuen Seiten. Ich fand die Lösung am Besten. Die Wartung ist bequemer. Und die Domain hätte ich eh nicht gekündigt und Webspace und Traffic war und ist ausreichend vorhanden. Die Idee war gut, die Umsetzung scheiterte. Für ein/zwei Monate waren die Inhalte nicht so einfach zu erreichen wie gedacht.

Durch die Pandemie und zurück
Dass es mit der technischen Abwicklung länger gedauert hat, lag ein wenig an der Pandemie. Klar, alles Übel im Jahr 2020 kann man damit erklären… So ist es nicht ganz. Bereits im Dezember ’19 hatte ich ein Projekt angefangen, bei dem ich ein Jahr lang persönliche und gesellschaftliche Ereignisse aufschreiben und aufarbeiten wollte. Hintergrund war mein 40ster Geburtstag in 2020 sowie die Geburtstage zweier meiner Freunde, die ebenfalls 40 wurden und die ich schon 20 Jahre kannte. Wir haben das Projekt auch gemeinsam durchgezogen. Das 2020 dann ein derart katastrophales Jahr wurde, konnte man nicht ahnen. Und so nahm das Ganze doch schon mehr Zeit in Anspruch, einerseits, denn andererseits entschleunigte das Leben extrem durch den/die Lockdowns. 2020 war ein denkwürdiges Jahr von dem man irgendwie nichts mehr weiß. Geht mir zumindest so. Das Jahr hatte keine positiven Höhepunkte, an die ich mich erinnern kann. Hätte ich nicht die Notizen, wäre es ein verlorenes Jahr. Auf bloggen hatte ich wenig Lust, auch wenn ich hier und da mal ein Versuch wagte. Es fühlte sich komisch an, am Ende der Zeit nicht über das Ende der Zeit zu schreiben. Gefühlt. Und dramatisiert gesprochen.
2021 fing ja auch nicht besser an. Langsam geht es. Das Leben normalisiert sich, die Geschwindigkeit kehrt zurück. Ich habe auch Bekannte in der Pflege, die die Ganze Zeit am Limit waren, aber ich spreche für mich. Ich war wie unter einer Decke aus Schnee und konnte mich kaum bewegen, so bedrückend war diese Zeit. Dabei hat es mir weder am Essen, bin sogar dicker geworden, noch an einem Dach über den Kopf gefehlt, trotzdem hatte ich, wie viele andere, Mangel. An Mitmenschen. An Menschlichkeit. An menschlicher Nähe.
Ich schweife ab.

Nun bin ich im Hier und Jetzt angekommen. Vielleicht musste ich das mal herunter schreiben. Vielleicht fehlte mir immer ein passendes Ende für meinen alten Blog. Klar ist er nicht aus der Welt und die Artikel sind immer noch von mir, oder wenn man es etwas prosaisch ausdrücken will, ein Teil von mir, aber ich finde, einen neuen Blog zu beginnen, ist einfach ein sauberer Schnitt. Für mich. Ich habe diese Art des bloggens vermisst. Auch wenn ich gerne über persönliche Dinge geschrieben habe, ist es auch schön öffentlich zu schreiben. Ob es jemand liest oder nicht, egal. Ich formuliere meine Gedanken für mich auf die Gefahr hin, dass du sie unterhaltsam findest…

Tour de Lovecraft

Im Juli 2017 startete auf Kickstarter ein Projekt von Kenneth Hite und Hal Mangold namens Tour de Lovecraft. Dabei sollte es sich um zwei Bücher handeln, die die Geschichten und die Schauplätze in den Geschichten von HPL näher beleuchten. Ungefähr 10 Jahre zuvor, im Jahre 2008, veröffentlichte Kenneth Hite bereits den ersten Band: Tour de Lovecraft: The Tales. Durch das Crowdfunding sollte nun dieser Band überarbeitet sowie um ein zweites Werk ergänzt werden. Tour de Lovecraft: The Destinations.

Die Idee zum ersten Band entstand, als Hite im Frühjahr/Sommer 2007 jeden Tag einen Eintrag zu einer Lovecraft Geschichte in seinen Livejournal machte. Aus diesen Einträgen entstand ein Buch, welches mittlerweile out of print und nur noch digital erhältlich ist.

2017 waren Crowdfundings noch am Boomen und ich investierte auch ein paar Euro in das Projekt. Dann wuchs viel Gras und ich vergas trotz Updatemails etc das Projekt. Letzte Woche bemerkte ich aber eine ungewöhnliche Abbuchung von meiner Kreditkarte. Atomic Overmind Press hieß der Empfänger und ist seines Zeichens, wie ich jetzt weiß, der Verlag hinter Tour de Lovecraft und Ken Hite. Grund genug mich mit dem Kickstarter wieder zu befassen.
Siehe da, ich habe beide Bücher ganz frisch als .pdf und bekomme die gedruckten Werke samt Stretch Goals und Boni in den nächsten Wochen zugesandt (Versand ist es wohl schon, aber Päckchen aus den Staaten brauchen sehr lange, wie ich aus Erfahrung weiß).

Die erste Edition des Buches The Tales habe ich zwar nicht, aber die Unterschiede zur überarbeiteten Auflage bestehen meines Wissens nur in den vier Kommentaren zu Something About Cats, Supernatural Horror in Literature, Notes on Writing Weird Fiction und Some Notes on Interplanetary Fiction sowie neuen Illustrationen, letztere machen aber weniger als ein Bruchteil des Buches aus.

Noch habe ich die beiden Dateien nicht von vorne bis hinten gelesen, aber immer wieder einen Blick hineingeworfen. Ich schätze mal, sobald ich die physischen Exemplare hier liegen habe, werde ich sie in ruhe durchlesen. Im Moment finde ich .pdfs eher anstrengend.

Cthuloide Blogs

Lovecraft und Cthulhu sind keine großen Themen. Zumindest nicht in der deutschen Bloglandschaft. Andererseits muss ich gestehen, dass ich auch nicht mehr so auf dem Laufenden bin. Feedly habe ich vor ein Monaten abgestellt und manuell bin ich auch nicht auf die bekannten Blogs gegangen. Gestern habe ich mal Lovecraft+Blog gesucht. Erstaunlich, dass alte und inaktiv gewesene Blogs scheinbar wieder geführt werden. Ein, zwei neue Sites habe ich auch gefunden. Ich bin aber noch nicht fertig mit meiner Suche, da Cthulhu+Blog, Dagon+Blog… noch fehlen Zwinkersmiley

Abgesehen davon habe ich einige Linklisten, die ich durcharbeiten möchte. Open Lovecraft ist dabei meine erste Wahl. Hier finden sich recht aktuelle Publikationen zu HPLs Werken und seiner Person. Die Veröffentlichungen sind international, überwiegend, aber nicht ausschließlich, in englischer Sprache. Neben externen Links ist das Blog von S. T. Joshi eine wahre Fundgrube. Joshi ist der Lovecraft Biograf, dem ich das umfassendste Wissen zur Person HPL zugestehe. Und natürlich das Lovecraft Archiv.  Dabei fällt mir die Linkliste auf Gelbe Zeichen ein, die muss aktualisiert und fertig übersetzt werden. Da bei ihr der Schwerpunkt auf Rollenspiel liegt, werde ich hier eine neue Linkliste erstellen, ausschließlich mit Verweisen zu Artikeln und Beiträgen zu Lovecraft und dem Mythos.

Vorsätze

Das Jahr ist schon wieder einen Monat alt und hier hat sich seit November auch nichts getan. Ich bin kein Typ für Vorsätze, trotzdem habe ich überlegt, was ich mir in diesem Jahr vornehmen könnte. Wie gesagt kein wirklicher Vorsatz, aber in Zeiten von Corona muss ich sehen, wie ich mich beschäftigen kann. Ein kleines Projekt war das Aufsetzen einer Cloud. NextCloud ist ziemlich cool, auch wenn ich ein paar Anfangsschwierigkeiten hatte. Wäre meine Pen&Paper Runde noch aktiv, wäre es die Lösung für die Organisation. Früher™ haben wir uns zwar auch digital ausgetauscht, Listen etc. online gestellt, aber über diverse Anbieter verteilt. Google, Facebook, Whatsapp und ein Dienst bei dem man Termine per Abstimmung finden konnte. Nicht unbedingt schön. Nun ja, jetzt nutze ich die Cloud für Freunde und Familie, um Fotos oder andere Dinge auszutauschen und die Handy Daten zu speichern… schon schön.

Das war aber kein Jahresprojekt. Ehrlichgesagt, war ich etwas entnervt, denn es gab einige Unwägbarkeiten, die ich nicht überwinden konnte, da sie damit zu tun hatten, dass ich hosten lasse und es einige Einschränkungen gibt. Vielleicht auch durch meinen begrenzten technischen Verstand, wer weiß das schon. Nun als langfristige Beschäftigung dachte ich bei mir, dass ich mich etwas mit der MediaWiki und Wikipedia beschäftige.

Wikipedia lebt vom Mitmachen, auch wenn ich gehört habe, dass es Neulinge mitunter schwer haben. Ich mache mir selber ein Bild. Wobei ich im Moment keine Ideen für neue Artikel habe und mir auch keine Fehler aufgefallen sind, trotzdem werde ich mich da einmal umsehen. Mehr zu bloggen oder die Listen auf Gelbe Zeichen aktuell zu halten, habe ich mir nicht vorgenommen. Natürlich versuche ich es immer, aber es gab ja einen Grund warum ich damals mit dem Blog aufgehört habe. Im Moment habe ich wieder mehr Zeit, ob es dann so bleibt, weiß ich nicht. Wie heißt es so schön: Alles ist im Fluss… heißt es tatsächlich so? Zumindest ist alles im Wandel!

 

Des Wahnsinns fette Beute

The oldest and strongest emotion of mankind is fear, and the oldest and strongest kind of fear is fear of the unknown.
H. P. Lovecraft

Das ist wohl das bekannteste Zitat von Lovecraft. Ob fear nun besser mit Furcht oder Angst übersetzt wird, ist eine interessante Frage für später. Vielleicht. Man kann dieses Zitat auseinandernehmen und hinterfragen, letztlich steht es aber für den Horror und die Geschichten die Lovecraft und seine Nachfolger im Geiste schrieben.

Vorweg: Ich bin weder Mediziner, noch habe ich Angststörungen. Auf diesen Blog geht es nicht um Erkrankungen dieser Art.
Dementophobie ist die Angst davor, den Verstand zu verlieren oder Wahnsinnig zu werden. Einfach gesagt. Der Horror in einigen Geschichten Lovecrafts und anderer Autoren, resultiert gerade aus diesem Gefühl des Protagonisten. So ist sich im Vorwort von E. A. Poes Geschichte von Arthur Gordon Pym der Protagonist nicht sicher, ob er seine Erlebnisse niederschreiben soll, da sie zu fantastisch klingen. Ähnlich wird die Geschichte Schatten aus der Zeit von Lovecraft eingeleitet. Die Charaktere der Erzählungen sehen sich derartig fantastischen Wesen und Ereignissen gegenüber, dass sie an ihren Geisteszustand zweifeln. Es darf nicht sein, was eigentlich nicht sein kann.
Auch wenn die beiden Beispiele keine Phobie beschreiben, ist die Angst vor dem Wahnsinn irgendwie greifbar.

Die Angst selber verrückt zu werden, wie auch die Angst vor gestörten Kultisten oder eine unnatürliche Intelligenz wie bei Hitchcocks Die Vögel fand ich immer schaurig. Ich bin ein Fan des Horrors, ich mag Lovecraft, Poe und viele andere. Acht Jahre schrieb ich in meinem alten Blog GelbeZeichen manchmal auch darüber. Aber ich brauchte einen Tapetenwechsel. Hier ist dieses Neue.

Nach elf Monaten fange ich wieder zu bloggen an. Draußen ist es düster und kalt, ein Virus schleicht durch die Welt und die Menschen scheinen allesamt langsam dem Wahnsinn zu verfallen, kurzum, ideale Voraussetzungen für einen Blog.

Happy Halloween 2020

Halloween 2020 ist wohl eines der gruseligsten Halloween…e? …s?, die ich bis jetzt erlebt habe. Gruselig ist allerdings das falsche Wort, es ist finster und bitter. Das Jahr 2020 ist irgendwie finster, bitter und unwirtlich. So klingt es besser. Das der halbe Amazonas und Australien abgefackelt ist, ist nicht einmal mehr im Bewusstsein der meisten Menschen, so sehr steht der Virus im Mittelpunkt unseres Denkens. Er beherrscht wieder oder noch immer unser Leben, wie auch in den ersten Monaten des Jahres. Ab Montag gibt es wieder Einschränkungen, Gaststätten schließen oder verkaufen nur außer Haus und die Maske… die gehört ja eh schon dazu. Eingeschränkte Freiheiten sind immer unschön aber es muss ein regelrechter Horror sein, an Mysophobie zu leiden.

2020 ist ein besonderes Jahr und der 31.10., Halloween, ist ein besonderes Datum. Für mich zumindest. Ich liebe Halloween und leider ist der Spuk in wenigen Stunden vorbei…

Ich will die Gelegenheit nutzen, um meinen ersten Eintrag auf diesen Blog zu veröffentlichen. Etwas spontan, etwas zusammengeschustert aber schönes Datum.

Ein schönes schauriges Halloween und nie den Mut verlieren!