Des Wahnsinns fette Beute

The oldest and strongest emotion of mankind is fear, and the oldest and strongest kind of fear is fear of the unknown.
H. P. Lovecraft

Das ist wohl das bekannteste Zitat von Lovecraft. Ob fear nun besser mit Furcht oder Angst übersetzt wird, ist eine interessante Frage für später. Vielleicht. Man kann dieses Zitat auseinandernehmen und hinterfragen, letztlich steht es aber für den Horror und die Geschichten die Lovecraft und seine Nachfolger im Geiste schrieben.

Vorweg: Ich bin weder Mediziner, noch habe ich Angststörungen. Auf diesen Blog geht es nicht um Erkrankungen dieser Art.
Dementophobie ist die Angst davor, den Verstand zu verlieren oder Wahnsinnig zu werden. Einfach gesagt. Der Horror in einigen Geschichten Lovecrafts und anderer Autoren, resultiert gerade aus diesem Gefühl des Protagonisten. So ist sich im Vorwort von E. A. Poes Geschichte von Arthur Gordon Pym der Protagonist nicht sicher, ob er seine Erlebnisse niederschreiben soll, da sie zu fantastisch klingen. Ähnlich wird die Geschichte Schatten aus der Zeit von Lovecraft eingeleitet. Die Charaktere der Erzählungen sehen sich derartig fantastischen Wesen und Ereignissen gegenüber, dass sie an ihren Geisteszustand zweifeln. Es darf nicht sein, was eigentlich nicht sein kann.
Auch wenn die beiden Beispiele keine Phobie beschreiben, ist die Angst vor dem Wahnsinn irgendwie greifbar.

Die Angst selber verrückt zu werden, wie auch die Angst vor gestörten Kultisten oder eine unnatürliche Intelligenz wie bei Hitchcocks Die Vögel fand ich immer schaurig. Ich bin ein Fan des Horrors, ich mag Lovecraft, Poe und viele andere. Acht Jahre schrieb ich in meinem alten Blog GelbeZeichen manchmal auch darüber. Aber ich brauchte einen Tapetenwechsel. Hier ist dieses Neue.

Nach elf Monaten fange ich wieder zu bloggen an. Draußen ist es düster und kalt, ein Virus schleicht durch die Welt und die Menschen scheinen allesamt langsam dem Wahnsinn zu verfallen, kurzum, ideale Voraussetzungen für einen Blog.