Die neun Pforten

Ich starte hiermit den Auftakt zu einer losen Vorstellungsreihe von Filmen mit Johnny Depp. Ende der 90er, Anfang der 2000er fand ich so ziemlich jeden seiner Filme gut. Zum einen wegen seines unbestrittenen Talents, aber auch aufgrund deren Geschichten. Lange ist es her, dass ich die Filme gesehen habe und so dachte ich, schau ich sie mir noch einmal an und aus Spaß an der Freude ranke ich sie gleichzeitig.

Den Anfang macht der Film Die neun Pforten, ich habe den Roman Polanski Film bestimmt ein dutzendmal gesehen. Insbesondere als ich das cthuloide Rollenspiel für mich entdeckte, aber das ist eine andere Geschichte. Dabei ist der Plot der Geschichte ähnlich einer klassische Abenteuergeschichte aufgebaut. Der Protagonist Dean Corso (Johnny Depp) ist Antiquar und auf das Finden von seltenen Büchern spezialisiert. Er bekommt von dem Sammler und reichen Geschäftsmann Boris Balkan (Frank Langella) den Auftrag, eines seiner Neuerwerbungen auf Echtheit zu prüfen und mit zwei anderen Exemplaren zu vergleichen.

Es handelt sich dabei um Die neun Pforten ins Reich der Schatten, eine Anleitung für einen Pakt mit dem Teufel; verfasst von Aristide Torchia im Jahre 1666. Insgesamt haben nur drei Exemplare die Inquisition überstanden, aber keines scheint den Teufel hervorlocken zu können.

Die Geschichte schreitet voran und alles verdichtet sich. Corso  Jeder Moment des Films strahlt dabei diese wohlige, mysteriöse Atmosphäre aus. Das Geräusch, wenn durch das Buch geblättert wird, diese Sinnlichkeit, wenn die bloße Hand über den Ledereinband und die Seiten fährt, das ist ein Porno für Bibliophile. Aber keiner mit Gänseblümchen: Es wird geraucht und getrunken in der Nähe der Schätze, sie werden in Taschen gestopft, ihnen werden Seiten entrissen, ihr Rücken überstreckt oder ganz den Flammen übergeben.  Dabei geht es niemanden um die Bücher, weder Corso noch Balkan oder den anderen, die im Laufe des Films das Buch haben wollen. Es geht um das Wissen und die Geheimnisse, die zwischen den Deckeln stecken.

Johnny Depp, Lena Olin und Frank Langella sind dabei eine großartige Besetzung. Dem gegenüber ist Emmanuelle Seigner als das Mädchen etwas schwach, was auch an der Rolle liegen kann. Der Film beruht auf dem Buch von Arturo Pérez-Reverte mit dem Namen Der Club Dumas. An der Namensungleichheit mag man schon erkennen, dass es inhaltliche Abweichungen gibt. Der namensgebene Club kommt ebenso wenig wie Dumas Werk selbst im Film vor. Ich habe das Buch schon einige Male angefangen, aber bisher nicht beendet. Eine gute Gelegenheit dies nachzuholen. Den Schwerpunkt legt Polanski daher auf Die neun Pforten und schafft so einen herrlich unterhaltsamen Mysteryfilm für einen gemütlichen Abend.

TitelDie neun Pforten
(The Ninth Gate)
ProduktionslandFrankreich, Spanien
Erscheinungsjahr1999
Länge128 Minuten
RegieRoman Polanski
DrehbuchJohn Brownjohn;
Enrique Urbizu;
Roman Polanski;
ProduktionRoman Polanski
DarstellerJohnny Depp;
Lena Olin;
Frank Langella;
Emmanuelle Seigner
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