Tour de Lovecraft

Im Juli 2017 startete auf Kickstarter ein Projekt von Kenneth Hite und Hal Mangold namens Tour de Lovecraft. Dabei sollte es sich um zwei Bücher handeln, die die Geschichten und die Schauplätze in den Geschichten von HPL näher beleuchten. Ungefähr 10 Jahre zuvor, im Jahre 2008, veröffentlichte Kenneth Hite bereits den ersten Band: Tour de Lovecraft: The Tales. Durch das Crowdfunding sollte nun dieser Band überarbeitet sowie um ein zweites Werk ergänzt werden. Tour de Lovecraft: The Destinations.

Die Idee zum ersten Band entstand, als Hite im Frühjahr/Sommer 2007 jeden Tag einen Eintrag zu einer Lovecraft Geschichte in seinen Livejournal machte. Aus diesen Einträgen entstand ein Buch, welches mittlerweile out of print und nur noch digital erhältlich ist.

2017 waren Crowdfundings noch am Boomen und ich investierte auch ein paar Euro in das Projekt. Dann wuchs viel Gras und ich vergas trotz Updatemails etc das Projekt. Letzte Woche bemerkte ich aber eine ungewöhnliche Abbuchung von meiner Kreditkarte. Atomic Overmind Press hieß der Empfänger und ist seines Zeichens, wie ich jetzt weiß, der Verlag hinter Tour de Lovecraft und Ken Hite. Grund genug mich mit dem Kickstarter wieder zu befassen.
Siehe da, ich habe beide Bücher ganz frisch als .pdf und bekomme die gedruckten Werke samt Stretch Goals und Boni in den nächsten Wochen zugesandt (Versand ist es wohl schon, aber Päckchen aus den Staaten brauchen sehr lange, wie ich aus Erfahrung weiß).

Die erste Edition des Buches The Tales habe ich zwar nicht, aber die Unterschiede zur überarbeiteten Auflage bestehen meines Wissens nur in den vier Kommentaren zu Something About Cats, Supernatural Horror in Literature, Notes on Writing Weird Fiction und Some Notes on Interplanetary Fiction sowie neuen Illustrationen, letztere machen aber weniger als ein Bruchteil des Buches aus.

Noch habe ich die beiden Dateien nicht von vorne bis hinten gelesen, aber immer wieder einen Blick hineingeworfen. Ich schätze mal, sobald ich die physischen Exemplare hier liegen habe, werde ich sie in ruhe durchlesen. Im Moment finde ich .pdfs eher anstrengend.

Cthuloide Blogs

Lovecraft und Cthulhu sind keine großen Themen. Zumindest nicht in der deutschen Bloglandschaft. Andererseits muss ich gestehen, dass ich auch nicht mehr so auf dem Laufenden bin. Feedly habe ich vor ein Monaten abgestellt und manuell bin ich auch nicht auf die bekannten Blogs gegangen. Gestern habe ich mal Lovecraft+Blog gesucht. Erstaunlich, dass alte und inaktiv gewesene Blogs scheinbar wieder geführt werden. Ein, zwei neue Sites habe ich auch gefunden. Ich bin aber noch nicht fertig mit meiner Suche, da Cthulhu+Blog, Dagon+Blog… noch fehlen Zwinkersmiley

Abgesehen davon habe ich einige Linklisten, die ich durcharbeiten möchte. Open Lovecraft ist dabei meine erste Wahl. Hier finden sich recht aktuelle Publikationen zu HPLs Werken und seiner Person. Die Veröffentlichungen sind international, überwiegend, aber nicht ausschließlich, in englischer Sprache. Neben externen Links ist das Blog von S. T. Joshi eine wahre Fundgrube. Joshi ist der Lovecraft Biograf, dem ich das umfassendste Wissen zur Person HPL zugestehe. Und natürlich das Lovecraft Archiv.  Dabei fällt mir die Linkliste auf Gelbe Zeichen ein, die muss aktualisiert und fertig übersetzt werden. Da bei ihr der Schwerpunkt auf Rollenspiel liegt, werde ich hier eine neue Linkliste erstellen, ausschließlich mit Verweisen zu Artikeln und Beiträgen zu Lovecraft und dem Mythos.

Vorsätze

Das Jahr ist schon wieder einen Monat alt und hier hat sich seit November auch nichts getan. Ich bin kein Typ für Vorsätze, trotzdem habe ich überlegt, was ich mir in diesem Jahr vornehmen könnte. Wie gesagt kein wirklicher Vorsatz, aber in Zeiten von Corona muss ich sehen, wie ich mich beschäftigen kann. Ein kleines Projekt war das Aufsetzen einer Cloud. NextCloud ist ziemlich cool, auch wenn ich ein paar Anfangsschwierigkeiten hatte. Wäre meine Pen&Paper Runde noch aktiv, wäre es die Lösung für die Organisation. Früher™ haben wir uns zwar auch digital ausgetauscht, Listen etc. online gestellt, aber über diverse Anbieter verteilt. Google, Facebook, Whatsapp und ein Dienst bei dem man Termine per Abstimmung finden konnte. Nicht unbedingt schön. Nun ja, jetzt nutze ich die Cloud für Freunde und Familie, um Fotos oder andere Dinge auszutauschen und die Handy Daten zu speichern… schon schön.

Das war aber kein Jahresprojekt. Ehrlichgesagt, war ich etwas entnervt, denn es gab einige Unwägbarkeiten, die ich nicht überwinden konnte, da sie damit zu tun hatten, dass ich hosten lasse und es einige Einschränkungen gibt. Vielleicht auch durch meinen begrenzten technischen Verstand, wer weiß das schon. Nun als langfristige Beschäftigung dachte ich bei mir, dass ich mich etwas mit der MediaWiki und Wikipedia beschäftige.

Wikipedia lebt vom Mitmachen, auch wenn ich gehört habe, dass es Neulinge mitunter schwer haben. Ich mache mir selber ein Bild. Wobei ich im Moment keine Ideen für neue Artikel habe und mir auch keine Fehler aufgefallen sind, trotzdem werde ich mich da einmal umsehen. Mehr zu bloggen oder die Listen auf Gelbe Zeichen aktuell zu halten, habe ich mir nicht vorgenommen. Natürlich versuche ich es immer, aber es gab ja einen Grund warum ich damals mit dem Blog aufgehört habe. Im Moment habe ich wieder mehr Zeit, ob es dann so bleibt, weiß ich nicht. Wie heißt es so schön: Alles ist im Fluss… heißt es tatsächlich so? Zumindest ist alles im Wandel!

 

Des Wahnsinns fette Beute

The oldest and strongest emotion of mankind is fear, and the oldest and strongest kind of fear is fear of the unknown.
H. P. Lovecraft

Das ist wohl das bekannteste Zitat von Lovecraft. Ob fear nun besser mit Furcht oder Angst übersetzt wird, ist eine interessante Frage für später. Vielleicht. Man kann dieses Zitat auseinandernehmen und hinterfragen, letztlich steht es aber für den Horror und die Geschichten die Lovecraft und seine Nachfolger im Geiste schrieben.

Vorweg: Ich bin weder Mediziner, noch habe ich Angststörungen. Auf diesen Blog geht es nicht um Erkrankungen dieser Art.
Dementophobie ist die Angst davor, den Verstand zu verlieren oder Wahnsinnig zu werden. Einfach gesagt. Der Horror in einigen Geschichten Lovecrafts und anderer Autoren, resultiert gerade aus diesem Gefühl des Protagonisten. So ist sich im Vorwort von E. A. Poes Geschichte von Arthur Gordon Pym der Protagonist nicht sicher, ob er seine Erlebnisse niederschreiben soll, da sie zu fantastisch klingen. Ähnlich wird die Geschichte Schatten aus der Zeit von Lovecraft eingeleitet. Die Charaktere der Erzählungen sehen sich derartig fantastischen Wesen und Ereignissen gegenüber, dass sie an ihren Geisteszustand zweifeln. Es darf nicht sein, was eigentlich nicht sein kann.
Auch wenn die beiden Beispiele keine Phobie beschreiben, ist die Angst vor dem Wahnsinn irgendwie greifbar.

Die Angst selber verrückt zu werden, wie auch die Angst vor gestörten Kultisten oder eine unnatürliche Intelligenz wie bei Hitchcocks Die Vögel fand ich immer schaurig. Ich bin ein Fan des Horrors, ich mag Lovecraft, Poe und viele andere. Acht Jahre schrieb ich in meinem alten Blog GelbeZeichen manchmal auch darüber. Aber ich brauchte einen Tapetenwechsel. Hier ist dieses Neue.

Nach elf Monaten fange ich wieder zu bloggen an. Draußen ist es düster und kalt, ein Virus schleicht durch die Welt und die Menschen scheinen allesamt langsam dem Wahnsinn zu verfallen, kurzum, ideale Voraussetzungen für einen Blog.

Happy Halloween 2020

Halloween 2020 ist wohl eines der gruseligsten Halloween…e? …s?, die ich bis jetzt erlebt habe. Gruselig ist allerdings das falsche Wort, es ist finster und bitter. Das Jahr 2020 ist irgendwie finster, bitter und unwirtlich. So klingt es besser. Das der halbe Amazonas und Australien abgefackelt ist, ist nicht einmal mehr im Bewusstsein der meisten Menschen, so sehr steht der Virus im Mittelpunkt unseres Denkens. Er beherrscht wieder oder noch immer unser Leben, wie auch in den ersten Monaten des Jahres. Ab Montag gibt es wieder Einschränkungen, Gaststätten schließen oder verkaufen nur außer Haus und die Maske… die gehört ja eh schon dazu. Eingeschränkte Freiheiten sind immer unschön aber es muss ein regelrechter Horror sein, an Mysophobie zu leiden.

2020 ist ein besonderes Jahr und der 31.10., Halloween, ist ein besonderes Datum. Für mich zumindest. Ich liebe Halloween und leider ist der Spuk in wenigen Stunden vorbei…

Ich will die Gelegenheit nutzen, um meinen ersten Eintrag auf diesen Blog zu veröffentlichen. Etwas spontan, etwas zusammengeschustert aber schönes Datum.

Ein schönes schauriges Halloween und nie den Mut verlieren!